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Willkommen bei den LechVespen!!!

karin und ihr roter blitz Karin

Schon immer war mein Traum ein roter Vespa-Roller.
Leider wurde mir als brave Ehefrau und Mutter nicht gerade Mut gemacht, denn tatsächlich endete meine erste und einzige Fahrt auf dem Mofa mit siebzehn Jahren im Graben.
Spiegel kaputt, Hose und Jacke im Eimer.

Einmal im Jahr findet auf dem ADAC-Übungsplatz in Augsburg von einer Roller-Firma ein Rollertest statt.
Am Ostersonntag 1998 war's soweit.
Meine Kinder waren bei ihrem Vater, der es inzwischen vorgezogen hatte, aus dem Familienleben auszuscheiden!
Mit meinem alten dreier Führerschein lag mir ja nun die Welt der Roller bis 125 ccm zu Füßen!!
Allerdings sagte der Verstand mir, dass ich wohl ganz klein anfangen sollte.
So guckte ich eigentlich zwei Stunden nur dem Treiben zu und ärgerte mich über meine grenzenlose Feigheit, denn schon bald war die Veranstaltung ihrem Ende nahe.

Plötzlich beobachtete ich eine Frau, wesentlich älter als ich, ein aufgestellter Mausbollen, genauso hoch, wie breit, die doch tatsächlich den Mut hatte einen Roller zu besteigen.
Absolut ungeübt eierte sie durch den Parcours. Das kann ich doch auch, dachte ich mir.
Sofort eilte ich zur Anmeldung und in kürzester Zeit wurde mir ein Helm und ein 25-er Roller organisiert.
Das war noch nicht der Hit, aber der Spaß steigerte sich mit zunehmender ccm-Zahl.
Auch die Anzahl der Runden steigerte sich mit diesem Spaß, und so musste man mir den ET-4 mit 125 ccm gewaltsam entreißen, denn die Zeit war um.
Tief beglückt und zufrieden ging der Tag zu Ende.
Aufgrund der Teilnahme gewann ich dann sogar ein Sicherheitstraining beim ADAC (aber ohne Roller?!!?), sowie ein Roller-Heft.
Das Sicherheitstraining mit geliehenem Roller fand leider nie statt, da das Wetter am Termin total bescheiden war.

Im Oktober sah ich spaßeshalber Roller an und machte auch verschiedene Probefahrten.
Und da war er: rot mit Zulassungstag an meinem Geburtstag.
Das konnte nur eine Fügung des Schicksals sein.
Der Roller musste her!

Leider war der Roller-Händler (für mich jedenfalls) am anderen Ende der Welt, in Königsbrunn.
Zur Abholung gab mir mein Schwager den heißen Tipp nicht über die B 17, sondern über die gemütliche Strecke Inningen usw. zu fahren.
Gehorsam schlug ich diesen Weg ein um in Inningen in der ersten Rechtskurve sofort zu versagen.
Ich fand mich wieder auf der anderen Fahrbahn, hinter mir zehn stehende Autos, vor mir dasselbe.
Leicht benebelt vom Aufprall stellte ich das Fehlen meines Nummernschildes fest.
Hilfe war sofort da, doch ich wusste ja nicht mal, wie ich meinen Koffer öffnen sollte, geschweige denn, wie der Roller überhaupt wieder zum Laufen kommen sollte.

Der Weg nach Hause war eine Katastrophe, so unsicher war ich noch nie unterwegs.
Die Kinder, neugierig auf Mamas neues Gefährt, durften ja keinesfalls vom Unfall erfahren.
Mein Ex-Gatte hätte sich gekugelt vor Schadenfreude, er hätt's ja gleich gewusst.
Zu allem Übel lief auch noch Öl aus.
Na, die erste Euphorie war äußerst gedämpft.
Den Kindern erzählte ich was von "viel zu dunkel, da sieht man ja gar nichts" und schaffte den Roller sofort zu einem Bekannten.
Nun, den Ölverlust meldete ich sofort dem Händler, konnte aber doch gar nicht hinfahren wegen dem Sturz.
Endlich war der Roller in Ordnung und wieder in der Garage. - Bereit um sich um den Ölverlust zu kümmern.
Plötzlich war der Schlüssel verschwunden.
Auf dem Weg zum Schlüsselnachmachen (ich hatte nur je einen Zünd- und einen Sitzbankschlüssel bekommen) hatte ich diese Schlüssel verloren.
So konnte ich weder tanken, noch den Roller wegbringen.

Es war nicht einfach und doch gelang es irgendwann den Zündschlüssel zu beschaffen und das Sitzbankschloss auszuwechseln.
Ab zum Händler! Einwandfrei die Fahrt nach Königsbrunn.
Für den Rückweg bekam ich einen 80-ccm Roller.
Mein Schwur nie wieder über Inningen zu fahren trieb mich auf die autobahnähnliche B 17.
Plötzlich waren insbesondere LKW-Fahrer sehr daran interessiert mit mir Kontakt aufzunehmen.
Ständig wurde ich angehupt.
Zunächst noch wütend kam mir plötzlich der Verdacht, dass die Straße und mein Roller nicht ganz
zusammenpassten und ich wurde immer kleiner, fuhr schon fast auf dem Grünstreifen, aber die andere Strecke war ja auch nicht mein Ding.
Tja, am nächsten Tag zur Abholung brauchte ich schlappe 1 ½ Stunden, um ganz Augsburg auf regulärem Weg zu durchqueren.
Der Ölverlust war repariert und die Fahrt nach Gersthofen konnte wieder losgehen.
Was soll ich sagen, von da an lief's wirklich besser, obwohl ich schon mit den Nerven am Ende war und eigentlich selber schon zu der Überzeugung gekommen war, dass ich halt doch zu blöd für so ein Teil bin.

Seit nunmehr fast 1 ¾ Jahren hatte ich mein gewonnenes Roller-Heft studiert und festgestellt, dass es in Friedberg einen Rollerclub gab.
Spontan fasste ich im Juli 1999 dann den Entschluss einen Alexander mit unaussprechlichem Nachnamen anzurufen.
Hocherfreut nahm dieser meinen Anruf auf und konnte mich fast noch spontaner dazu motivieren auf ein Rollertreffen nach Leutkirch mitzufahren.
Es war der Event schlechthin!
Tolle Rollerfreunde kennengelernt, der Corso ein Erlebnis.
Vor Erschöpfung hätte ich allerdings beinahe meinen Roller wieder versenkt, aber eben nur beinahe.
Alexander und ich traten noch am selben Tag zusammen den Rückweg an und beendeten den Tag mit einem Eiskaffee in Mindelheim.
Erst nachts um 12 Uhr kam ich irgendwie total glücklich zu Hause an.

Daraufhin folgte die niederschmetternde Teilnahme am Friedberger Club-Abend.
Alle viel zu jung, zu unpünktlich, ohne Verlass.
Einfach nicht meine Wellenlänge.
Der Beweis folgte bei der gemeinsamen Fahrt zum Freisinger Club-Treffen.
Schlappe 2 Stunden ließen uns diverse Herren warten, um uns dann mitzuteilen, dass sie halt irgendwie noch nicht ausgeschlafen hatten usw. - Ätzend!

Irgendwie war klar ein neuer Club musste gegründet werden.
Für zuverlässigere Leute, in meinem Alter, mit Geld für eine Kaffeepause, eine Pizza und nicht nur Brotzeit aus dem Rucksack.

Und so traf ich mich mit Alex ab November 1999.
Bis zum 1. April hatte der Vespa Club Lech-Vespen e.V. genügend Rollerfreunde gefunden zur Gründung.

rollerboy
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Moni Moni

Hallo, ich bin die Moni und 1. Vorstand von den Lechvespen.

Tja, wie ich zum Rollerfahren gekommen bin ist eigentlich eine kurze Geschichte.
Durch Zufall habe ich meinen TPH 50 von einem Freund erworben.
Meine frühere Nachbarin und jetzt sehr gute Freundin Karin hat dies natürlich sofort erspäht, da sie ja auf Mitgliedersuche für den Club war.
Und eh ich mich versah war ich Mitglied und 2. Vorstand.
Durch einen glücklichen Zufall konnte ich in Kürze zum 1. Vorstand mutieren!
Seither wuchs meine Leidenschaft fürs Rollerfahren ins Unermessliche und ich möchte meinen Club nicht mehr missen.
Also habt keine Scheu und lasst euch auch begeistern zum Vespa-Fan zu werden.
Monis schwarzer Teufel

rollerboy
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Carilian auf seinem Negid Carilian

das rollerfahren kennen und lieben gelernt habe ich während meiner ersten Griechenlandreise (1984) auf der insel Lefkas...
- eigentlich war mein traum ja immer eine RV50 oder eine CY50 oder aber eine "echte" enduro... ;-)
der verleiher wollte uns aber partout nur Vespi verleihen, weil diese "besser gingen"...
- eine stunde später wußte ich dann schon, wie man links und wie man rechts fällt ;-), und zwei stunden später nahm ich dann schon ein mädel aus unserer reisegruppe als sozia mit... ;-)
am abend hatte ich dann noch gelegenheit, eine MB50 auszuprobieren, das miststück ließ sich aber nur schalten, wenn man auf kuppeln verzichtete...
(oder war ich schon für die handschaltung verdorben worden...?!? ;-))

anschließend an die reise wurde gejobt, um das geld für den führerschein zu verdienen...
immerhin konnte ich meine erziehungsberechtigten dann dazu überreden, mir den kauf einer Vespa zu gestatten, und ich erstand eine orange V50 spezial... - Colores...
"selbermachen" hatte ich schon am eigenen fahrrad geübt, und bei den elterlichen fahrzeugen helfend einblick gewonnen...
was lag also näher, das häßliche orange durch eine pflegeleichte bunte lackierung zu ersetzen...?!? ;-)
(- egal wo der kratzer ist, man hat immer die richtige farbe, um ihn auszubessern... ;-))

daneben experimentierte ich noch mit TY und DT50 von Yamaha (tja, die enduro halt... ;-))
- diese versuche waren jedoch eher ein fiasko... :-(
reifenwechsel, rad aus- und wieder einbauen, bremsen nachstellen...
- alles bei der Vespa viel einfacher...! ;-)

während der ausbildung zum Zimmerer dann, kam das unselige experiment mit einer Polini-schnecke als "schalldämpfer"... :-(
statt 55 fuhr meine Vespa nur noch 52km/h... :-(
- bei allerdings enormer geräuschentwicklung, die man aber unter einem integral-helm (winter!) nicht wirklich wahr nahm... ;-)
die vorderradbremse - im winter sträflich vernachlässigt - löste dann irgendwann auch nicht mehr richtig... :-(
und dann bemerkte eine Polizeistreife auch noch, daß mein kupplungsseil am boden schleifte... :-(
(- war das immer ein theater, das da hinten reinzufriemeln... :-()
der gutachter war gnädig: ein angeblich falscher vergaser und der falsche auspuff genügten ihm, um gemessene 52km/h zu begründen...
- bei der abholung mußte ich also nur den richtigen auspuff einbauen und den gaser wieder auf seinem krümmer festzurren... ;-)
dann brauchte ich zwei urlaubstage, um zu erfahren, daß meine ABE an die zulassungsstelle Schwabmünchen (wohnort beim kauf; in die ABE eingetragen) geschickt worden war, und dort schließlich, daß ich eine neue beantragen müßte... :-(
(- das hatte man mir freilich in München nicht sagen können... :-()

mit zündzeitpunkt auf extrem spät und 46km/h bekam ich dann eine neue ABE ausgestellt...

und mit dieser einstellung bin ich dann an den Gardasee getuckelt, um sie dort "mal richtig" einstellen zu lassen...
(dieser "spaß" sollte in München ab 80DM aufwärts kosten! - in Italien nur 30DM...!)
- mit durchschlagendem erfolg...! ;-)
- die alte lady fuhr nun sogar 65km/h...! ;-)
- allerdings ging dies erst mal zu lasten der kupplung... :-D
- und mit noch immer "original" 16/10er gaser hielt die freude leider auch nicht sehr lange an... :-(
- aber 55km/h hatten mir ja schon seit jeher genügt... ;-)

ein jahr danach wurde dann - wieder von der Polizei - festgestellt, daß das herz meiner alten dame ein 80er satz sein sollte...
das theater ein jahr zuvor noch vor augen entschloß ich mich zur general-inventur...
tatsächlich wurde Colores von einem 100er Polini angetrieben, der allerdings - jetzt offensichtlich - schon einige kolbenklemmer (aber nicht bei mir!) hinter sich hatte...
(wohl billiges öl genommen...?!? ;-))

die rückrüstung auf 50ccm machte jede kreuzung dann zum abenteuer...

habe Colores an einen nachbarn (für dessen freundin) verkauft und mir statt ihrer einen Simson SR50 zugelegt...
- diese "ossi-chopper" dürfen nämlich legal 60km/h schnell Carilian mit Negid auf dem Corso vom VC-ED/FS und damit sogar auf kraftfahrstraßen fahren...!
aber böse menschen haben mir den tacho zertrümmert, und bis ich den richtigen ersatz gefunden hatte, gelang es mir nicht mehr, die elektrik zu rekonstruieren... :-(

habe danach (1994) einige jahre auf's moped-fahren verzichtet, bis ich dann im jahr 2000 meine Sandara für 250DM ersteigern konnte...
und von da an, gab's für mich kein halten mehr... ;-)

erster corso 2001 beim oldtimer-treffen in München...
(ein fanal gegen den 2takter...! :-D)
- dort habe ich auch zum ersten mal von den LechVespen gehört... ;-)

rollerboy
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Peter mit seiner P200E Peter

Meine Vespa habe ich vor fast 20 Jahren als 19-Jähriger gekauft.
Ich hatte damals drei Monate auf dem Bau gearbeitet und mir mit von dem so verdienten Geld ein "günstiges" Motorrad geleistet.
Roller waren damals große Mode, da die "Popper" eben solche fuhren.

Bald nach meinem Studium stellte ich den Roller erst einmal zu meinem Schwiegervater in die Hobelhalle, denn wir hatten zum einen nun ein Auto und waren zudem mittlerweile zu dritt.

Erst fast 10 Jahre später wurde er im Jahr 2001 wieder herausgeholt.
Nach kurzen Instandhaltungsarbeiten (Vergaser ausputzen, neue Batterien) fuhr das gute Ding wieder.
Auch der TÜV gab nach 10 Jahren (in denen der Roller nicht abgemeldet war) anstandslos seinen Segen.

Ich maschierte im Februar 2001 bei einem Faschingsumzug mit.
Die Gruppe vor uns waren vier Mitglieder des Vereins "Lechvespen".
Und da ich vom Duft des Vereins so angetan war (Zweitakter!), bin ich selbst bald darauf beigetreten.

rollerboy
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